Ein Traum, diese Disney Dream

Wow, war das cool. Hatte ich in meinem vorherigen Beitrag wirklich geschrieben, das ich hoffe, das die Tage auf der Disney Dream ähnlich toll werden wie die Tage im Saratoga Springs Hotel bzw in den Disney World Parks ? sagen wir es mal so, war das Saratoga Springs das Paradies, waren wir jetzt im Himmel angelangt…aber der Reihe nach :

Unser Abreisetag nach Port Canaveral begann damit, das der freundliche Herr vom Bell-Service morgens an der Zimmertür pochte und unser Gepäck einsammelte. Kann ja auch nicht sein, das wir das selbst tragen müssen :-)

Mit dem Bus ging es dann vom Hotel aus los. nach einer Stunde “sit back and relax” war sie denn endlich zu sehen, unsere Disney Dream. Wahnsinn, was unsere Landsleute von der Meyer Werft da für ein schönes Schiff zusammengebaut haben. Schon am Check-In Schalter im Hafenterminal wurden wir auf die gleiche Herkunft hingewiesen. Nachdem die nette Dame alle Daten aufgenommen hat, begann sie uns die wichtigsten Funktionen unserer “Key to the World” Card zu erläutern. Hiermit öffnet man die Kabinenentür, zahlt an Bord, checkt sich bei Landausflügen ein oder aus. nach einigen Sätzen stoppte die gute Frau und sagte “was erzähle ich ihnen eigentlich, Sie sind Deutsche, sie haben das ganze gebaut. Sie wissen, wie alles funktioniert”

Nach einem kurzen lachen ging es denn endlich an Bord. Als wir über die Gangway das Schiff betraten und in der prachtvollen Lobby ankamen, erschallte es aus den Lautsprechern “Welcome the Lautenbach family”, dazu klatschten die Spalier stehenden Crewmitglieder. Wenn das mal kein nette Empfang war :-)

Beim betreten unserer Kabine stockte uns ersteinmal der Atem…so schön, so großzügig, hatten wir uns das nicht vorgestellt.. Ein riesengroßes Bullauge, auf dessen “Fensterbank” man bequem Platz nehmen konnte, dazu eine tolle Einrichtung – toll!

Da unser Gepäck noch nicht in der Kabine war, ging es ersteinmal auf eine kurze Schiffstour. Wie riesig und wie wunderschön dieses Schiff war. Auf einem deck gab es z.B. einen Joggingkurs mit einer Rundenlänge von ca 600 m. Die Attraktion war natürlich der Aqua-Duck, eine 400 m lange Wasserrutsche, deren größtenteils transparenten Elemente sogar über den Schiffsrand hinaus ins Wasser ragten, dazu gab es elemente wir z.B. eine Bergaufbeschleunigung.

Neben diesen Attraktionen entdeckten wir auch einen Bereich, der nur für Personen über 18 Jahren vorgesehen war. neben einem Whirlpol mit Meerblick gab es hier z.B. eine Poolbar, auf deren Barhockern man direkt im Pool saß – nette Idee.

Da die Rettungsübung bevorstand, ging es ersteinmal zurück in die Kabine, vor der nun auch unser Gepäck stand. Die Retttungsübung war eher unspektakulär, dafür stand unmittelbar danach die “Sail away” Party auf dem Programm. Pünktlich zum auslaufen des Schiffs wurde auf der Bühne am Pooldeck getanzt und Fröhlichkeit verbreitet, das ganze Spektakel wurde natürlich au der riesigen LED-Wand am Schiffsschornstein übertragen. Schön auch, zu sehen, wieviele Menschen an den Rändern unserer Strecke vom Hafen auf die offene See standen uns gewunken haben. IIm Hintergrund konnte man übrigens die riesigen Abschussrampen vom Kennedy Space Center sehen – wer weiß, vielleicht starten dort ja auch mal die etwas anderen Kreuzfahrten.

Nach weiteren Spaziergängen über das Schiff ging es zur ersten Abendshow, “The golden Mickeys” , eine wirkliche sehenswerte Show in einem gigantischem Schiffstheater – ich glaube, nicht jede mittelgroße Stadt in Deutschland verfügt über so ein großes und perfekt ausgestattetes Theater.

Anschließend stand das Abendessen auf dem Programm. Das Prinzip hierbei ist wirklich gut durchdacht: Man isst jeden Abend in einem anderen Restaurant, das Servicepersonal macht den Restaurantwechsel aber mit, so dass man zwar jeden Abend etwas anderes erlebt, aber immer die vertrauten Kellner um sich herum hat. Am ersten Abend genoßen wir unser 4-Gänge Menü im “Animators Palett” , einem im Disney – Stil eingerichteten Restaurant, deren Wände mit riesigen Bleistift-Zeichnungen von Figuren aus “findet nemo” verziert waren. Zumindest dachten wir dies, denn irgendwann wurden aus den Zeichungen riesige Aquarien, in denen Szenen aus dem besagten Film spielten. LEd Displays vom allerfeinsten verrichteten hier ihren Dienst. Damit aber nicht genug….Crush, die Schildkröte aus “nemo” drehte dann eine Runde von einem Display zum anderen und sprach die davor sitzenden Gäste perönlich an. “Hey Dude, du mit dem blau-gestreiftem Hemd, wie geht es Dir heute ?”. Da fiel es wirklich schwer, sich auf das köstliche Essen zu konzentrieren.

Da das Personal zu großen teilen bereits bei den letzten Fertigungsschritten und der Überführung der “Disney Dream” involviert war, hörten wir , nachdem wir als Deutsche erkannt wurden, übrigens immer wieder ” Oh, Deutschland ist schön, ich mag es, ich war im Januar 2 Monate in Pappenböhg”

Mit einigen Drinks an der Open-Air Bar auf dem Sonnendeck ging dieser tolle Tag zu ende – allerdings machte die recht aufgewühlte See die Nacht nicht für jeden zu einem Vergnügen, so das ich den “Absacker” in der Skyline – Bar (hier werden jeden Abend die Skylines verschiedener großer Städte auf die “LED-Fenster” projiziert- alleine trinken musste. Naja, nicht ganz alleine – nach kurzer Zeit kam ich mit einem mexikanischen Mitreisenden ins Gespräch, erstaunlich, zu welchen englischen Wortspielen man nach einigen Bieren fähig ist :-)

Am nächsten Morgen wurde ich wach, da die Sonne durch unser Fenster schien – am Horizont war bereits der Hafen von Nassau/Bahams zu erkennen – mal ehrlich, kann ein Tag schöner beginnen ? Gleich nach dem Frühstück ging es denn auf zum Landgang. Nassau war schnell erkundet, da auch nicht unbedingt absolutes Strandwetter herrschte, entschlossen wir uns bereits Mittags wieder an Bord zu gehen und dort den Rest des Tages zu genießen. Eine weise Entscheidung, denn der Tag an Deck war wirklich Klasse. Auf dem riesigen Strandsofa liegend in die Sonne blinzeln, zwischendurch in den Pool springen oder eine Kleinigkeit essen, ein schnelle Gang zum Softeisautomaten…es gibt so viele schöne Sachen, mit denen man den Tag verbringen kann.

Damit war die Fahrt aber noch lange nicht zu ende – wie es weiterging, erfahrt ihr in kürze hier.

Eine Antwort

  1. Ahoi Ihr Seefahrer!

    Ach, Ihr seit zu beneiden! :-)
    Ganz viele liebe Grüße aus dem deutschen Niesel-Grau,
    Heike

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